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#selfcare: Ich schau auf mich!

Unbeantwortete E-Mails, offene to-do‘s und trotzdem ein Spaziergang nur für mich? Natürlich! Unbedingt! Gut für mich

DER STANDARD 21./22. Dezember 2019 - Stefanie Leschnik 


 Nur wer ständig unter Strom steht, arbeitet. Noch immer ist dieser Glaubenssatz tief verankert. Wer von Meeting zu Meeting hetzt, keine Zeit für eine Mittagspause hat, Überstunden noch und noch macht und die Kollegen wissen lässt, was nicht alles noch zu managen ist, erntet Anerkennung. Räumt man seinem körperlichen und geistigen Wohlbefinden ebenfalls Raum auf der To-to-Liste ein, dann hat man mit Sicherheit noch Ressourcen und eindeutig zu wenig Arbeitspakete. "Ich habe oft das Gefühl, wenn ich in einem Unternehmen bin, sind die Leute aktiv und nicht produktiv. Sie beschäftigen sich mit allem Möglichen und haben den Fokus verloren", berichtet Stella Hiesmayr, Beraterin, FH-Lektorin und Teamentwicklerin, und schlägt sich somit auf die Seite der Selbstfürsorger, die aus ihrer Sicht effizienter und produktiver im Job sind.

Millennials können´s besser

Ein Paradigmenwechsel ist für Hiesmayr längst überfällig, denn die Jungen wollen nicht nur arbeiten. "Die Millennials sind schon viel besser in der Selbstfürsorge. Sie wollen mehr Freizeit, sie wollen ihre Freunde treffen. Die nächste Generation ist noch besser darin. Sie nehmen gar keinen Arbeitsplatz mehr an, wenn dieser nicht angenehm gestaltet ist, kein Sinn kommuniziert wird, der Chef nicht freundlich ist." Weshalb es den Jungen leichter fällt, auf sich zu achten, interpretiert Hiesmayr so: "Gemma, geht scho vorwärts, ist für sie nicht wichtig. Die Märkte sind gesättigt. Warum soll es mehr werden? In den Augen der Jungen hat das das Klima geschädigt." Sein Wohlbefinden wichtig zu nehmen, sogenannte Selbstfürsorge zu betreiben, ist gerade für den Arbeitsalltag wichtig. Jedoch meldet sich oft das schlechte Gewissen und redet einem ein, egoistisch zu sein.

Bin ich egoistisch

"Wenn du befürchtest, ein Egoist zu sein, weil du dich um dich selbst kümmerst, dann bist du keiner. Egoisten fragen sich das gar nicht", beruhigt Hiesmayr.

Den Schalter im Kopf umzulegen fällt nicht gerade leicht, wenn Unternehmen in ihren Strategieveranstaltungen dafür werben, den Gürtel enger zu schnallen und mehr Arbeit auf weniger Mitarbeiter zu verteilen. Hiesmayr sieht Selbstfürsorge nicht nur in der Eigenverantwortung, es ist auch Teil der Führungsaufgabe. "Mitarbeiter haben das Recht darauf, dass Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit sie gut arbeiten können. Idealerweise sollten Führungskräfte einschätzen können, was sie ihren Mitarbeitern an Arbeit zumuten können, und damit für Flow im Unternehmen sorgen. Sie sollten ihren Mitarbeitern genau so viel geben, dass sie gefordert sind und nicht in die Panikzone rutschen und in ihr Stressmuster fallen."

So geht bessere Selbstfürsorge:
 Sechs Tipps von Expertin Stella Hiesmayr

Expertin Stella Hiesmayr gibt Tipps für mehr Selbstfürsorge im Job.
 Foto: Renate Medwed

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